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Mihailo Celeski


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Version 4.31
vom 28. Juni 2009
© Mihailo Celeski



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Wo liegt eigentlich
die Republik Mazedonien?

Die Republik Mazedonien ist ein kleines Land im Balkan. Im Norden grenzt es an Jugoslawien, im Osten an Bulgarien, im Süden an Griechenland und im Westen an Albanien:

Geographische Lage:
Zwischen 40° und 43° nördlicher Breitengrad
sowie 19° und 23° östlicher Längengrad.

Was steht im Lexikon
über Mazedonien?

Mazedonien
Republik südlich von Jugoslawien, 25.333 km² mit 2,3 Mill Ew. (vorwiegend Mazedonier); Hpst Skopje; waldarmes Gebirgsland (im Titov Vrh 2747 m), Maultier- u. Schafzucht; in den dichter besiedelten Becken, bes. am Vardar, Anbau von Obst, Tabak, Wein, Reis u. Baumwolle; Blei- u. Zinkerzlager; Textil- u. Zementfabriken.
Am 09.09.1991 sprach sich die Bevölkerung M.s in einem Referendum für die staatl. Unabhängigkeit des Landes aus. Auf der Basis des Referendums trat am 21.11.1991 eine neue Verfassung in Kraft. Gegen eine internationale Anerkennung der Unabhängikeit M.s wandte sich vor allem Griechenland.

© 1995, 1996 Bertelsmann Lexikon Verlag


Und das soll alles sein?

MAZEDONIEN (von Mihailo Celeski)

...das Land der Mythen und Legenden, der Flüsse, Täler und Berge...,

Seit dem 17.09.1991 zählt 1/3 des ursprünglich mazedonischen Gebietes zur heute unabhängigen Republik Mazedonien. Es umfasst ca. 25.333 km², davon sind 24.856 km² Land- und 477 km² Wasseroberfläche. Im Jahre 1996 wurden 2.104.035 Einwohner gezählt. Der Rest des makedonischen Gebiets zählt heute zu den Nachbarstaaten Griechenland (Ägäis-Mazedonien), Bulgarien (Pirin-Mazedonien), Serbien und Albanien.

Die Aufnahme in die Vereinten Nationen erfolgte im April 1993 unter großen Schwierigkeiten. Griechenland beanspruchte ein "Exklusiv-Recht" auf den Namen "Mazedonien" und setzte das unsinnige Wortgebilde "Former Yugoslav Republic Of Macedonia" (FYROM) als international gebräuchliche Bezeichnung durch. Diese Streitigkeit ist heute noch nicht beigelegt.

Für weiteren Ärger sorgte das griechische Veto gegen die von der Republik Mazedonien gewählte Fahne mit der Abbildung der sechzehnstrahligen Sonne von Vergina, einem im Grab Philipp II. (Vater von Alexander dem Großen) gefundenen Symbol. Das deshalb im Februar 1994 verhängte Wirtschaftsembargo Griechenlands gegenüber Mazedonien wurde erst im September 1995 nach einer Änderung der makedonischen Flagge aufgehoben:

Die heute offizielle Fahne:

 

Die ursprüngliche Fahne:  

Interessant ist auch die Tatsache, dass Jugoslawien das Land als "Süd-Serbien" betrachtet, Bulgarien im Osten sieht die Mazedonen als "West-Bulgaren", die lediglich einen eigenen Dialekt sprechen.
Mit Albanien im Westen bestehen zunehmend Spannungen wegen der in Mazedonien lebenden albanischen Volksgruppe. Auf der anderen Seite haben die außerhalb der Republik lebenden Mazedonen massive Schwierigkeiten, auch die selbstverständlichsten Volksgruppenrechte wie z.B. die freie Verwendung der eigenen Sprache, freie Religionsausübung oder Vereinigungsfreiheit zu erhalten.

Obwohl so klein, hatte Mazedonien eine lange und ereignisvolle Geschichte

Durch Alexander den Großen wurde Mazedonien zum ersten Mal in der Weltgeschichte erwähnt.
In der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts begannen von Mazedonien aus die Heiligen Slawenapostel Kyril und Method mit der Missionierung Ost- und Mittelosteuropas (Johannes Paul II. stellte die beiden Heiligen 1980 als Patrone Europas neben den Heiligen Benedikt). Das Werk der Beiden wurde von ihren Schülern und ersten slawischen Bischöfen Kliment und Naum fortgesetzt, die auch das von Kyril entwickelte Alphabet vervollkommneten. Die kyrillische Schrift wird heute noch von den meisten slawischen Nationen verwendet.

Die Jahrhunderte mazedonischer Geschichte hinterließen natürlich kostbare und eindrucksvolle Spuren in der ganzen Republik. Die Architektur, Fresken und Holzschnitzereien in den Klöstern von

  • Sv. Panteljemon im Dorf Nerezi, nahe bei Skopje
  • Sv. Jovan Bigorski im Tal des Flußes Radika
  • Lesnovo am Westhang des Osogovo-Berges
und in den Kirchen am Ohridsee:
  • Sv. Sofija,
  • Sv. Jovan Kaneo
  • Sv. Kliment
  • und natürlich noch viele andere
entzücken ihre zahlreiche Besucher.

Städte wie Ohrid, Krusevo, Kratovo, Veles und andere besitzen unvergleichliche Stadtteile, die auf eine große Kultur mit historischem Wert deuten. Archeologische Ausgrabungen in Mazedonien brachten eine unglaubliche Anzahl von Grabstätten und Festungen aus der Zeit der römischen Herrschaft wie auch vollständige Siedlungen und Städte wie Heraclea, Scupi, Stobi und andere ans Tageslicht, die vor einer langen Zeit durch Naturkatastrophen zerstört und begraben wurden (überwiegend Erdbeben).

Heraclea

Die übervolle Geschichte hat im ganzen Land ihre Spuren hinterlassen: Als Besucher werden Sie im ganzen Land staunend vor einzigartigen kulturellen Denkmälern stehen.

© 2006 by Mihailo Celeski


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